Verzerrung

Die Faszination der Wasserexperimente basierte auf den verzerrten Ergebnissen. So nutzten wir im nächsten Schritt den Spiegel als verzerrbare Oberfläche. Die Reflexionen des Beamers ließen auch hier organische Formen und sphärische Figuren im Raum entstehen. Außerdem wurde dabei das Phänomen der Lichtbrechung sichtbar. Projiziert man einen Farbverlauf auf einen konvex gekrümmten Spiegel, sieht man den diesen plötzlich spiegelverkehrt. Durch die Krümmung wechseln der Farbtöne die Seiten, nachdem sie sich in der Mitte treffen.


Nach den vielzähligen Verzerrungen haben wir das Thema noch einmal von der anderen Seite betrachtet: der Umkehrschluss – die Entzerrung. So stießen wir auf Anamorphosen, die nur aus einer bestimmten Perspektive für den Betrachter zu erkennen sind. Solche anamorphen Bilder haben wir mit Grundformen, Rastern und Typografie nachgestellt. Diese wurden so verzerrt, dass sie nur mithilfe eines spiegelnden Zylinders wieder in ihrer eigentliche Form betrachtet werden können.